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Winkekatze-Maneki-neko

Ein beliebter japanischer Glücksbringer ist die Winkekatze, oft auch als Glückskatze oder Maneki-neko bezeichnet. Im englischen Sprachraum heißt der Glücksbringer Lucky Cat. Die Winkekatze ist häufig aus Porzellan, billigere Ausführungen auch aus Plastik. Daneben kommen noch einige anderen Materialien zum Einsatz. Die Katze winkt mit der rechten oder linken Pfote den Betrachter oder den Kunden herbei. Manche Katzen winken auch mit beiden Pfoten. Eine winkende Katze ist in Japan, China und Thailand oft im Eingang von Geschäften zu finden.

Foto oben: IQRemix Flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Dort soll das Winken der Glückskatze die Aufmerksamkeit des Kunden erregen und den Verkauf fördern. Meist treiben Batterien die Katze an, es gibt aber auch Maneki-neko, die das Sonnenlicht durch Solarzellen mit Energie versorgt. Letztere haben den Nachteil, dass sie von der Witterung abhängig sind. Um die Entstehen der Glückskatze ranken sich einige Legenden.

Das Aussehen der Winkekatze

Obwohl es die winkende Katze in einer großen Anzahl von Farben und Formen gibt, hat sich doch eine gewisse Grundform herausgebildet. Vorbild ist die japanische Bobtailkatze, die einen gestutzten Schwanz hat. Folgende Materialien kommen bei der Katze zum Einsatz:

  • Keramik
  • Porzellan
  • Ton
  • Kunststoff
  • Granit
  • Metall
  • Jade
  • Pappmaché

Meist sind bei der Winkekatze ein oder beide Arme beweglich gelagert und werden durch einen batteriebetriebenen Antrieb bewegt. Die vorherrschenden Farben sind weiß und schwarz, es gibt darüber hinaus Maneki-neko in Gold oder Silber. Wie alles bei der Winkekatze haben auch die Farben eine bestimmte Bedeutung.

So steht zum Beispiel weiß für Reinheit, schwarz für die Abwehr von Dämonen, grün für Gesundheit (oder Reichtum) und Gold bedeutet natürlich Reichtum. Charakteristisch ist für die Glückskatze ein Halsband (oft in roter Farbe), an der sich eine Glocke befindet. Manche Katzen haben in der Pfote oder am Halsband eine Münze. Dabei handelt es sich um einen Koban, ein Zahlungsmittel aus der Edo-Zeit (1603 – 1868). Die Katze sitzt normalerweise auf den Hinterpfoten.

Foto-mitte  John Gillespie Flickr.com (CC BY-SA 2.0)

 

Über die Bedeutung des Winkens

Ob die Katze mit der rechten oder linken Pfote winkt, hat eine bestimmte Bedeutung. Allerdings wird das Winken teilweise unterschiedlich interpretiert. Das Winken bedeutet nicht Abschied, sondern ist ein heranwinken. Winkt die Katze mit der linken Hand, dann soll das Kunde anziehen. Winkt sie mit der rechten Hand, dann bedeutet das Glück, Wohlstand und Reichtum. Bei manchen Katzen ist die Pfote besonders lang. Je größer die winkende Pfote ist, desto größer soll das Glück sein.

Die Winkekatze – Legende und Wirklichkeit

Über die Entstehung der Winkekatzen gibt es kaum gesicherte Anhaltspunkte, dafür eine Reihe von Legenden. Maneki-neko stammt kommt aus der japanischen und chinesischen Tradition. Dort galten Tiere auf der einen Seite als gute Haustiere, da sie sich um die Mäuseplage kümmerten. Auf der anderen Seite glaubten viele Menschen, dass sich Katzen in Dämonen verwandeln können. So war das Verhältnis zu Katzen schon immer ein wenig zwiespältig.

Ein Aberglaube, aus dem sich das Winken entwickelt haben könnte, kommt von der Putzbewegung, das wie ein Winken aussieht. Die Menschen glaubten, dass es zu regnen anfange, wenn die Katze sich putze und das winkende Tier die Bewohner ins Haus rufe.

Die Japaner sehen das Winken ein wenig anders, für sie ist es eine Warnung vor einem sich nähernden Unglück.

In der Edo- und der darauffolgenden Meiji-Zeit (1868-1912) entstanden einige Legenden. Zum Beispiel erzählt eine von einer schönen und reichen Geisha, die auf der Toilette von ihrer Katze angefallen wurde. Die Bewohner glaubten, die Katze sei tollwütig und der Hausbesitzer schlug ihr den Kopf ab. Als der Kopf schon vom Körper getrennt war, biss er der im Bad kauernden Giftschlange und rettete der Geisha das Leben. Natürlich war die Geisha sehr traurig über den nutzlosen Verlust der Katze und so schenkte ihr der Hausbesitzer eine Keramikkatze, die der getöteten ähnlich sah.

Eine andere Geschichte betont das Putzen der Katze. Eine Gruppe bewaffneter Samurai näherten sich einen Tempel. Dort saß eine Katze, die sich putzte, so dass das Tier wie eine winkende Katze aussah. Aufgrund dieser freundlichen Geste verschonten die Samurai den Tempel.

Eine moderne Sage erzählt von einem Fischhändler, der aufgrund von Krankheit finanzielle Probleme bekam. Eines Tages gab er einen herrenlosen Katze Essensreste. Diese Katze bedanke sich damit, indem sie eines Tages zu ihm mit einer Goldmünze im Maul kam. Diese erwies sich als kostbar und so konnte er den Laden damit retten.

Video zur Winkekatze-Maneki-neko Legende (engl.)

Maneki-neko kaufen

Die winkende Katze erfreut sich auch im westlichen Kulturkreis zunehmender Beliebtheit. Allerdings führen noch nicht alle Kaufhäuser eine Winkekatze. Wer gerne die Katze in der Hand halten und den Mechanismus ausprobieren möchte, der bekommt eine winkende Katze im Asia Laden. Dort ist eine Winkekatze allerdings meist teuer. Günstig kann Maneki-neko online gekauft werden. Ein guter Versandhandel ist Amazon. Sollte die Katze doch nicht den Erwartungen des Kunden entsprechen, dann kann sie innerhalb des Widerspruchzeitraums ohne Probleme zurückgegeben werden. Der Kauf ist also völlig ohne Risiko.

2017-04-06T08:52:52+00:00

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