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Nha Trang – das „Nizza des Ostens“ in Vietnam

Update 2018: Ich war jetzt wieder und Nha Trang und kann es nicht mehr empfehlen. Nha Trang ist leider mit Chinesischen und Russischen Touristen überschwemmt. Preise für Übernachtungen sind sehr gestiegen und beliebte Inselhoppings überfüllt!

In der Zeit der französischen Kolonisation Vietnams hatte Nha Trang den Ruf des „Nizza des Ostens“. Vor hundert Jahren war dies ein kleiner Fischerort mit einer Promenade am Meer, die Frankreichs Metropole am Mittelmeer nicht unähnlich war. Manches hat sich seither verändert, geblieben ist aber der Charme dieses sieben Kilometer langen Boulevards unter Palmen, der sich wie zu alten Zeiten zum entspannten Flanieren eignet.

Nha Trang gilt noch immer als ein südostasiatisches Juwel und als eine subtropische Küstenstadt in einer traumhaften Bucht. Längst ist die Epoche vorbei, als fast ausnahmslos Backpacker den blütenweißen Strand bevölkerten, denn mittlerweile gibt es hier einige luxuriöse Fünf-Sterne-Hotels.

Subtropisches Klima und eine milde Brise

Am schnellsten ist Nha Trang mit dem Flugzeug von Hanoi, Ho-Chi-Minh-Stadt oder Danang zu erreichen. Der kleine Airport Cam Ranh wird inzwischen internationalen Ansprüchen gerecht und von Hotel-Shuttles angesteuert. Wer mit dem Überlandbus kommt, steigt am Lien Tinh Bahnhof aus. Auch die Zugverbindungen zur Innenstadt Nha Trangs sind ausgezeichnet. Urlauber sollten allerdings darauf achten, dass sie keinen Zug erwischen, der mitten in der Nacht sein Ziel erreicht.

Schon die Kolonialherren aus Europa schätzten an diesem malerischen Ort der Khanh Hoa Provinz das erträgliche Klima mit Durchschnittstemperaturen von 27 Grad Celsius. Häufig weht vom Südchinesischen Meer eine milde Brise zur Mündung des Song Cai. Die höchsten Temperaturen sind zwischen Juni und August zu erwarten.

Ein schattiger Platz unter Palmen am Strand

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Bildnachweis: Aleksandr Zykov Flickr.com (CC BY-SA 2.0)

Nha Trang bietet fast alles, was sich Sonnenanbeter und Wassersportler von einem exotischen Urlaubsort erhoffen. Die Sandstrände vor dem Boulevard sind so gut wie nie überfüllt, das Wasser des Ozeans schimmert türkisgrün und unter den Kokospalmen finden sich schattige Plätze. Es gibt zahlreiche Bars mit kühlen Getränken. Etliche von ihnen servieren frischen Fisch und die Früchte des Meeres. Und wem danach ist, der kann sich eine Strandmassage verabreichen lassen.

Wasserratten schätzen an Nha Trang die ruhige Brandung und die Chance, zu Schnorcheln oder zu Tauchen. Hilfestellungen zu Unterwasser-Exkursionen leisten die diversen Tauchclubs, die auch Fahrten zu den vorgelagerten Inseln mit ihren Korallenriffen organisieren.

schnorcheln nha trang

Die roten Ziegel der Tempel von Po Nagar

Die Historie Nha Trangs reicht zurück bis in die vorchristliche Zeit. Ursprünglich war dies eine Region, die beherrscht wurde vom Königreich Lin-Yi. Erst im 19. Jahrhundert war der Küstenstreifen am Südchinesischen Meer ein Teil des Champa-Reiches. Zeugnisse der reichen Geschichte Nha Trangs finden sich außerhalb der Stadt. Nördlich des Song Cai erhebt sich der Tempelkomplex Po Nagar, der zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert auf einem Hügel entstand. Erstaunlich gut sind die Türme aus roten Ziegelsteinen erhalten. Dabei ragt der Nordturm mit seiner Höhe von 28 Metern und dem üppig verzierten Pyramidendach heraus. Po Nagar ist heute mit seiner einstigen Meditationshalle eine von Einheimischen viel besuchte Pilgerstätte.

Der sitzende Buddha auf dem „Drachenberg“

Als Fotomotiv eignet sich die Long-Son-Pagode, die nordwestlich von Nha Trang mit ihren zahlreichen Figuren Ende des 19. Jahrhunderts auf dem sogenannten „Drachenberg“ errichtet wurde. Oberhalb der Tempelanlage thront die gewaltige Statue eines 14 Meter hohen sitzenden Buddha. Wer auf die Aussichtsplattform klettert, hat einen schönen Rundum-Blick auf Nha Trang und die Umgebung.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt der Hon Chong-Felsen. Einer Überlieferung zufolge weist der Felsen den Handdruck eines Riesen auf. Die Kathedrale Nha Trangs stammt aus dem Jahr 1933 und beeindruckt mit ihren bunten Glasfenstern. Zehn Jahre älter ist das Ozeanographische Institut am Fischereihafen. Es beherbergt interessante Aquarien und führt in die faszinierende Welt des Meeres.

Mit der Gondelbahn zur Hon-Tre-Insel

Gondelbahn

Bildnachweis: Aleksandr Zykov Flickr.com (CC BY-SA 2.0)

350 verschiedene Korallenarten wurden in der Unterwasserwelt vor den Küsten Nha Trangs registriert. Experten sind davon überzeugt, dass diese Gärten vielseitiger und interessanter sind als jene in der Karibik. Deshalb strömen immer mehr Taucher in die Region. In den vergangenen Jahren hat der Tourismus in dieser Stadt stark an Bedeutung gewonnen. Seither bietet die Bucht diverse Unterhaltungsmöglichkeiten mit Wasserparks für die ganze Familie.

Es erstanden Beach-Resorts wie Diamond Bay, Ana Mandara und Vinpearl. Sehr bliebt ist die Cable Car-Gondelbahn, die in rund zehn Minuten die drei Kilometer lange Strecke zur Hon-Tre-Insel in einer Höhe von rund sechzig Metern bewältigt. Sie gilt als weltweit längste Seilbahn mit Personenbeförderung.

„Fliegende Händler“ mit Holzkohlegrills

Der Trend zum Entertainment hat in Nha Trang aber auch der Gastronomie einen Schub gegeben. An der Strandpromenade und in der City etablierten sich etliche gute Restaurants, die sich der vietnamesischen Küche und den Früchten des Meeres widmen. Sie alle profitieren vom Fischfang ihrer Stadt, dem nach dem Tourismus wichtigsten Wirtschaftszweig.

Auf den Menükarten der Restaurants findet sich das gesamte Spektrum des Fischreichtums dieser Gegend. Sogar am Strand sind „Fliegende Händler“ im Einsatz, um den Urlaubern ihre auf kleinen Holzkohlegrills zubereiteten Meeresfrüchte zu kredenzen. So manche Badegäste empfinden das als einen besonderen Kick am Südchinesischen Meer.

In Nha Trang wird die Nacht zum Tage

Diese Stadt schläft so gut wie nie, denn auch das Nachtleben mit all‘ seinen Facetten hat in der Stadt mit ihren 350.000 Einwohnern eine nicht geringe Bedeutung. Es gibt zahlreiche Diskotheken und Musikbars, in denen die Nacht zum Tage gemacht wird. Die angenehmste Zeit, Nha Trang zu besuchen, ist die Trockenperiode zwischen Juni bis Oktober. Die feuchtesten Monate des Jahres sind November und Dezember, die sich für den Wassersport kaum eignen.

2018-03-05T13:51:50+00:00

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